Nach einem kurzen Aufstieg wurde die Übung auf einer schneebedeckten Freifläche fortgeführt. Unter einem Schneehaufen waren ein Skistiefel, eine Hand, ein Rucksack, Skier, Holz und Steine verdeckt. Diese Übung wird als ‚Sonden-Bar‘ bezeichnet, um eine Person mit der Sonde identifizieren zu können. Eine Hälfte der Gruppe übte sich im Erfühlen von Gegenständen mit der Sonde, die andere trainierte sich im Schaufeln.
Auf dem Osthang wurden dann mit dem LVS-Gerät die Signale von vergrabenen Geräten verfolgt. Bei der Signalsuche wird das Lawinenfeld in Reihen mit einem Abstand von ca. 20 Metern nebeneinander durchquert. Die Person, die das Signal zuerst empfängt, verfolgt es und wird dabei von den anderen Personen unterstützt. Jeder Teilnehmer hat eine Übung durchgeführt, um mit dem LVS Gerät die verschütteten Personen zu orten und anhand der Sonde zu ertasten. Die Erste Hilfe Maßnahmen bestehen aus der Betreuung des Patienten und dem Schutz vor der Kälte.
Die Skitourenführer/innen erklärten wie man eine Rettung organisiert und die Gerätschaften verwendet. Dazu gehört, dass eine Person, die Erfahrung mit der Rettung von Verschütteten hat, die Funktion des Leiters übernimmt. Je nachdem wie viele Personen bei der Rettung beteiligt sind, werden die zahlreichen Aufgaben verteilt. In einem Übungsszenario hatte die Gruppe gemeinsam zwei verschüttete Personen zu finden. Die Situation wurde von Gruppenmitgliedern realistisch dargestellt. Eine Person übernahm die Leitung und verteilte die Aufgaben. Es war eine sehr hilfreiche Ausbildung, um sich den Ablauf einer Rettung zu verinnerlichen. Zum Abschluss kehrte die Gruppe in der Gastwirtschaft des Arberschutzhauses ein.
verfasst von Raphael Wagensonner