© DAV Straubing

DAV Straubing Bergwanderwoche im Wallis

04.08.2023

Viel Sonne, mildes Klima, ewiges Eis, kantige Berge – das ist das Wallis - eingebettet von 51 Viertausendern. 

Das war das Motto und das Wetter war auch genauso schön während der diesjährigen Bergwanderwoche in der Schweiz vom 2. – 8. Juli 2023.

Tag 1:  Saas Almagell

Am Sonntag früh starteten in Straubing 27 Mitglieder der Sektion mit einem kleinen 32-Bus in Richtung Schweiz. Nach Regenwetter rundum München fuhren wir schon bei schönstem Wetter vorbei am Vierwaldstättersee bis nach Andermatt, um dort auf den Zug umzusteigen.  Die halbstündliche Zugfahrt durch den Furkatunnel bis nach Realp war eine schöne Abwechslung. Der Bus mit unserem Busfahrer Werner wurde separat auf einem Extrazug transportiert. Die letzte Etappe führte abwechslungsreich durch viele Walliser Dörfer nach Saas Almagell. Der kleine Ort im Saas Tal liegt mitten in den höchsten Bergen auf der Alpensüdseite im Kanton Wallis. 

Vor dem Abendessen erkundeten einige gleich den Heimatort von Pirmin Zurbriggen oder wanderten rauf zur Brücke über den Wasserfall von Saas Almagell

Tag 2: Almageller Erlebnisweg

Zum Beginn der Wanderwoche stand die Höhenwanderung vom Spielboden oberhalb Saas Grund auf dem Programm.  Zunächst ging es mit der Seilbahn auf den Hohsaas auf 3200 m. Wir wanderten dann bis zu einem tollen Aussichtspunkt am Rande des Gletschers vom Weissmies mit 4017 m. Vor uns ein atemberaubendes Panorama der 4000‘er vom Allalinhorn über den Alphubel bis zum Dom (mit 4545m ist er höchste Berg ganz auf Schweizer Boden).  Eine Gruppe wanderte auf dem Alpenblumenweg zur Triftalpe. Die anderen wanderten ins wildromantische zur Almargelleralp und weiter über den Erlebnisweg Almagellerhorn. Das Highlight der Tour waren die zwei Hängebrücken (60m und 45m), sowie die traumhafte Aussicht auf Saas-Almagell und die Saaser 4'000er-Bergwelt. 

Tag 3: Zermatt

Tags darauf war gleich die Königstour nach Zermatt dran. Das Ziel war die Hörnlihütte (3260 m), direkt unter dem Matterhorn. Trotz bestem Wetter zeigte sich das große Matterhorn immer mit etwas Wolken. Aber rundum gab es fantastische Rundblicke zu den vielen Viertausendern wie Breithorn 4180 m, Polllar 4091 m, Castor 4226 m, Lieskamm 4527 m, Monte Rosa 4634 m, u.v.m sowie zum Gornergrat Gletscher Theodorgletscher, Muttgletscher, uvm.  Die Gruppe B wanderte vom Schwarzsee bis zum Hirli und nachmittags wurde der Bergsteigerort Zermatt besucht.

Tag 4: Bettmeralp und Aletschgletscher mit einer atemberaubenden Panoramawanderung

Von Saas Almagell fuhr Werner uns zunächst nach Naters. Dort holten wir Dominicm unseren Bergführer für die nächsten 2 Tage, ab. In Bettmen stiegen wir in die Seilbahn auf die Bettmeralp ein. Nach einem kurzen Fußmarsch durch das autofreie Dorf Bettmeralp fuhren wir weiter per Seilbahn rauf auf das Bettmerhorn (2647 m). Von dort wanderte die Gruppe A an der Nordflanke des Bettmerhorns und Eggishorn mit Dominic und überraschte zur Mittagszeit mit einem Picknick. Weiter über den Märjelensee und durch einen 1 km langen Tunnel ging es zur Fiescheralp. Die Gruppe B wanderte in die andere Richtung, auch immer in Sichtweite des Aletschgletschers, über die Gipfel Moosfluh und Hohfluh bis zur Riederalp.

Ein überwältigender Anblick immer wieder den 24 km langen und bis zu 900 m dicken Aletschgletscher beim Wandern zu sehen.

Tag 5: Panoramawege im Saas-Tal

Am Donnerstag war für die große Gruppe eine Höhenwanderung mit Wanderführer Dominic vom Kreuzboden oberhalb Saas Grund bis nach Siwibode das Ziel. Auf dem Rückweg ging es auf wunderschönen Wegen neben Suonen, das sind die historischen Bewässerungskanäle des Wallis, hinunter nach Saas Balen. Eine Vierergruppe wanderte vom Mattmarkstausee weg in das abgelegene Ofental. Auf einem aussichtsreichen Rundwanderweg war eine weitere Gruppe unterwegs vom Alpdorf Furggstalden, mit den alten Walliser Stadeln oberhalb Saas Almagell, hinein ins wunderschöne Furggtälli.

Tag 6: Saas Fee

Am letzten Wandertag war bei strahlend blauem Himmel der berühmte Ort Saas Fee mit den imposanten Gletschern und Gipfeln dran.  Eigentlich wäre das Ziel für alle die Britanniahütte gewesen. Aber einige Tage vorher gab es einen großen Felssturz am Felskinn, der den direkten Gletscherweg verschüttete und unpassierbar machte. So nutzte man die Bergbahnen, die in der Saas-Tal-Card inklusiv sind. Eine Vierergruppe wanderte dennoch zur Britanniahütte über den anspruchsvollen Weg ab der Bergstation Plattjen. Alle anderen fuhren erst mit den Bahnen zum Spielboden und zur Längfluh, inmitten des Feegletschers unterhalb der Gipfel Mittelallalin, Alphubel, Täschhorn und Dom. Eine Gruppe wanderte vom Spielboden aus über die Gletschergrotte hinunter zum Gletschersee und weiter nach Saas Fee. Die andere Gruppe fuhr zum Felskinn auf 3000 m, unterhalb vom Mittelallalin. Anschließend wurde noch Saas Fee erkundet, bevor es über den Wanderweg direkt nach Saas Almagell ging. 
Am Abend fuhren wir noch mit dem Bus zum Mattmarkstausee. Der starke Wind auf der Staumauer verkürzte zwar den Besuch, dennoch interessant waren die Informationen über den Bau der Staumauer und dem damaligen Unglück.

Am letzten Abend im Hotel bedankten wir uns beim Service und der Küche vom Hotel. Famile Breuer vom Hotel Kristall-Saphir umsorgte uns exzellent in dieser Woche mit sehr gutem Essen.

Tag 7: Heimfahrt

Auf dem Weg machten wir einen Halt an der Goms-Bridge, eine 280 Meter lange Seilbrücke in 92 Metern Höhe über die Lammaschlucht. Nach der Bahnverladung Furka ging es vorbei am Vierwaldstättersee, Zuger- und Zürichsee nach Hörbranz. Unser letzter Halt war in Windach mit Besuch der eindrucksvollen Autobahnkirche „Maria am Wege“.  

Besonderen Dank an Werner, unseren Busfahrer, der uns zu allen Zielen immer bestens kutschierte.

Fazit: Es war ein besonderes Erlebnis inmitten dieser gigantischen Berglandschaft der Schweiz bei schönstem Bergwetter zu wandern, die Alpenblumenblüte zu erleben, traumhafte Ausblicke auf die berühmten Berge zu haben. 

Gerhard Schedlbauer