© DAV Straubing

Klettercamp am Chassezac im Ardèche-Gebiet

12.09.2026

10 Tage voller Klettern, Radfahren, Baden und guter Laune: 27 Teilnehmende machten sich auf den Weg ins Ardèche-Gebiet und erlebten rund um den Chassezac jede Menge Abenteuer. Neben tollen Klettergebieten und abwechslungsreichen Radtouren sorgten Flussbäder, Höhlen, Ausflüge und gemütliche Abende für ein rundum gelungenes Klettercamp.

1. Tag: Anreise der Teilnehmer per Rad, Auto und Wohnmobile im Laufe des Tages.  Aufgrund einer Reifenpanne am Vereinsbus, dauerte hier die Anfahrt etwas länger. Am Abend trafen wir uns zum gemütlichen Beisammensein und Kennenlernen in einem „authentischen Lokal“ in der Nähe des Campingplatzes.  

2. Tag: Zum Klettereinstieg wählten wir das nächstgelegene Klettergebiet „Baume Escure“, welches nur 5 Minuten zu Fuß vom Campingplatz entfernt war. Dieses beeindruckte mit grandiosen Felsgrotten, in denen es Routen gab, die nur mit Stirnlampe geklettert werden konnten. Auch außerhalb der Felsgrotten gab es interessante Routen, so dass sich alle verausgaben konnten. Später genossen wir noch ein kühles erfrischendes Bad im Felsenlabyrinth des Chassezac. Am herrlichen Grillplatz hatten wir einen tollen Abend mit gutem Essen und lustigen Gesprächen. 

3. Tag und 5. Tag: An diesen beiden Tagen besuchten wir das Klettergebiet „Mazet Le Jardin d’Endieu“. Dorthin musste man ca. 3 km anfahren, manche auch mit dem Rad. Die Klettergebiete waren im Schatten gelegen, so dass es uns nicht zu heiß wurde und wir die Tage gut nutzen konnten. Da das Gebiet auch am Chassezac lag, genossen wir auf dem Rückweg wieder das herrliche Wasser für eine Erfrischung. Ganz mutige sprangen von einem Felsblock mitten im Fluss. Auf der gegenüberliegenden Seite war ein Höhleneingang, in den man schwimmen konnte. Mit Hilfe einer Stirnlampe konnte man gut 50 m in die Höhle gelangen und Fledermäuse und allerlei sonstiger Sachen entdecken. 

4. Tag: Kultur durfte natürlich auch nicht fehlen und so besuchten wir die Nachbildung der Steinzeithöhle „Grotte Chauvet 2 Ardèche“ in der Nähe des „Pont d’Arc“. Die detailgenaue Darstellung der Höhle, sowie die Höhlenmalereien beeindruckten uns alle sehr. Die Darstellungen der Tiere wirkten anhand der verschiedenen Maltechniken, verwendeter Malutensilien, sowie der Felsenformationen sehr plastisch und wie in Bewegung. In einem dazugehörigen Museum wurde dargestellt, wie sich das Gebiet der Ardeche über 40.000 Jahre entwickelt hat. Abends wurde lecker gekocht und geratscht. 

6. Tag: Dieses Mal besuchte ein Teil der Gruppe das noch relativ neue Klettergebiet „Le Grand Charmasson“. Dort waren die Routen noch sehr griffig, im Gegensatz zu einigen Routen in den vorherigen Klettergebieten. Aufgrund der unterschiedlichen Schwierigkeitsgrade war für alle Teilnehmer wieder was dabei. Die Klettergruppe erfrischte sich im Anschluss in der Ardèche, am Wahrzeichen „Pont d’Arc“. Eine Radgruppe machte sich auf den Weg über die Felsformation „Rocher de l’Ours et du Lion“ nach Le Vans, einem sehr schönen und kleinen französischem Städtchen. Eine Einkehr im Café „Don Camillo“ durfte nicht fehlen und genossen sie sehr. 

7. Tag: Laut Peppi sind Ruhetage die anstrengendsten Tage. Dies konnten wir bei einer Fahrt nach Avignon feststellen. Die französischen Straßen erstaunten uns wieder mal sehr, waren sie doch teilweise sehr schmal und kurvig. Wir besichtigten den Palast des Papstes, die Pont d’Avignon sowie die Altstadt. Nach Ende der ausgiebigen Besichtigungen ließen wir uns noch ein leckeres Essen schmecken. Eine grandiose Kellnerin, die Flaschen zwischen den Beinen öffnen konnte – natürlich mit Öffner, war ein weiteres Highlight. 

8. Tag: An diesem Tag wurde ein etwas weiter entferntes Klettergebiet angesteuert, das „Les Baresses“. Dieses Gebiet hatte lange Routen zu bieten, mit hervorragendem Ausblick zur Ardèche sowie nach Balazuc. Am Badeort durfte man früher sogar von einer Brücke ins Wasser springen, jetzt leider verboten. Beim Entspannen konnten Artisten beim Proben für ein Festival beobachtet werden. Eine Radgruppe fuhr eine wunderschöne Tour vorbei an Weingebieten, Gemüsefeldern, durch alte Tunnel der Zugstrecke, sowie einem alten Viadukt. Nach einer gemütlichen Einkehr fuhren wir einen krassen Trail, den Esel Steig!!! Hierbei mussten wir einen Schaden am Fahrrad in Kauf nehmen. Dank eines E-Bikes, dass als Zugpferd benutzt werden konnte, war alles nicht so schlimm. Den Abend ließen wir beim Grillen gemütlich ausklingen. 

9. Tag: Der letzte Aktivtag ist leider da. An diesem Tag paddelte ein Teil der Gruppe auf dem Chassezac. Andere machten sich mit dem Rad auf den Weg nach Le Vans und der Rest nahm das Klettergebiet Chaulet, gegenüber dem Campingplatz in Angriff. Dieses wurde über den Fluss erklommen. Auch dieser Tag war für alle wieder ein Erlebnis. Abends gingen wir alle gemeinsam zum Abschlussessen in ein nettes Lokal. 

10. Tag: Leider ist der Tag der Abreise gekommen. Für einige nach Hause, für andere weiter an neue Ziele. 
Bedanken möchten wir uns ganz herzlich bei Peppi und Tom für die hervorragende Organisation dieser Fahrt. Herrlichste Klettergebiete, Kulturtage, sowie das Angebot zum Paddeln war enorm. Auch das harmonische Miteinander unter den Teilnehmern erleichterte manche Dinge, sei es Fahrten zum Einkaufen, Unterstützung beim Klettern oder sonstigem. 

Gerne nächstes Jahr wieder… 

Anita Geiger und Sabine Wagner