Erstes Ziel war unser Ausgangspunkt Namlos wo wir tatsächlich schon ab dem Parkplatz uns mit angeschnallten Skiern auf den Weg zum Karleskopf machen konnten. Die Wegbeschreibung mit „schwierige Wegfindung durch die Vegetation“ entsprach durchaus den Gegebenheiten vor Ort, und so fädelten wir uns durch Lärchenwälder, Latschenbestände und über Bachläufe bis wir ins freie Gelände kamen. Einige Tourengeher erklärten schließlich das Joch zwischen Karleskopf und Namloser Wetterspitz zum Ziel, während ca. die Hälfte der Gruppe noch zum Gipfel aufstieg. Die Abfahrt war abwechslungsreich mit teils schönen Hängen, teils tiefen Schneelöchern in Rinnen und Slalom zwischen Baumbestand und Latschen. Ein Teil der Gruppe kämpfte sich sogar entlang des Bachs oftmals die Ski tragend durch den tiefen Schnee ins Tal. Schließlich kamen alle wohlbehalten am Parkplatz an und wir fuhren gemeinsam zur Unterkunft. Nach fast schon überschwänglichen und unvergesslichen Empfang durch die Wirtsleute und rascher Aufteilung der Zimmer ging es auch schon zum Abendessen im Nachbarort.
Auch am zweiten Tag wartete wieder ein Aufstieg durch Baumbestand auf die leicht reduzierte Gruppe. Ziel war heute die westliche Dremel Scharte oberhalb der Hanauer Hütte. Nach ca 700 Höhenmeter verschlechterte sich das Wetter und dichter Schneefall begann, so dass die Gruppe gemeinsam beschloss, nach einer kurzen Rast die Abfahrt, die auch wieder herausfordernd sein würde, anzutreten, um die noch vorhandene Sicht zu nutzen.
Der dritte Tag empfing uns entgegen der Wetterprognosen mit strahlendem Sonnenschein und Windstille, so dass wir den langen Aufstieg in Richtung Feuerspitze genießen konnten. Auf dem Weg wurden wir von drei Alpinisten flott überholt, die sich den Aufstieg zu ihrem Ziel einem Eisfall mit Hilfe ihrer Huskys erleichterten. Im weiteren Aufstieg wärmte uns die Sonne immer mehr, so dass wir schließlich oberhalb des Kälberjahnzugjochs in der Sonne unsere Brotzeit genießen konnten. Es wartete eine wunderschöne Abfahrt mit teils gut tragenden Firn auf uns. Auf dem Rückweg beschloss „Team Extrawurst“ noch, einen zusätzlichen Hang „mitzunehmen“. Dieser Fleiß wurde aber nicht mit der erwarteten Powderabfahrt sondern mit mühsamen Bruchharsch belohnt. Dafür gab es bei der anschließenden Einkehr im Edelweißhaus in Kaisers Kaffee und Kuchen zur Stärkung.
Am letzten Tag fiel die Tourenwahl auf die Namlose Wetterspitze. Nach einem unproblematischen nordseitigen Anstieg auf das Putzenjoch trennte sich die Gruppe. „Team Extrawurst“ wollte trotz kaum vorhandenen Schnees den Gipfel der Namlosen Wetterspitz erreichen, „Team Genuss“ genoss die Sonne auf dem Putzenjoch und „Team Erfahrung“ wählte die verlockenden Hänge des Kreuzjoch als Extratour. Danach ging es gemeinsam über den schönen lockeren Schnee der Nordhänge Richtung Tal und zu den Autos zurück.
Vielen Dank an unsere drei Guides (Peppi, Christian, Reinhard) für die gute Tourenleitung, und vor allem natürlich an Peppi für die Organisation und das Engagement, das uns trotz dieser schwierigen Bedingungen so erlebnisreiche Skitourentage ermöglicht hat.
Silke