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2-Tagestour Cerchov

11.10.2026

Unsere diesjährige Oktober-Tour führte uns am 10. und 11.10.26 ins benachbarte Tschechien auf den Berg Cerchov.
Wir waren insgesamt 11 Personen und starteten mit 2 Autos in Fahrgemeinschaften mit Ausgangspunkt Berggasthof Gibacht auf etwa 840m Höhe in der Nähe von Furth im Wald.

Leider spielte am ersten Tag das Wetter nicht mit und es regnete stundenlang. Zum Trost dafür wurden wir von Rosi und Elisabeth mit leckeren Gartenäpfeln versorgt.
Unser erstes Ziel war der Pfennigfelsen. Dort lohnt sich eine kurze Pause. Der Felsen war einst herausgebrochen, wurde aber wieder befestigt und mit einem Scharnier versehen, sodass er wie ein kleines Türchen geöffnet werden kann. Wanderer legen traditionell eine Münze hinein – verbunden mit dem Wunsch, gesund von der Wanderung zurückzukehren.
Danach ging es weiter zur deutsch-tschechischen Grenze mit dem Drei-Wappen-Felsen und einer kleinen Unterstellhütte. Auf dem Felsen ist die Jahreszahl 1766 eingraviert. In diesem Jahr wurde eine Grenzregelung zwischen Bayern und Böhmen getroffen.
Aufgrund des anhaltenden Regens gingen wir auf dem kürzesten Weg zum Cerchov. Der Čerchov ist mit 1.042 m der höchste Berg des Böhmischen Waldes. Auf dem Gipfel befindet sich ein Aussichtsturm, der in Zeiten des Kalten Krieges militärisch genutzt wurde.
Die Berghütte, auf der wir übernachteten, und das Restaurant wurden im Oktober 2025 offiziell eröffnet. Es war wohl früher ein Kasernengebäude mit großräumigen Bettenlagern. Diese Übernachtungsmöglichkeit kann man zu 100% weiterempfehlen.
Wir ließen dann den ersten Tag mit gutem Essen und Gesellschaftsspielen (Wer bin ich, Grasobern, Phase10, Mensch ärgere dich nicht) am Abend ausklingen.

Am nächsten Tag war das Wetter zwar überwiegend trocken, jedoch unangenehm neblig und kühl.
Wir machten uns um ca. 09:45 Uhr auf den Rückweg Richtung Gibacht.
Dieses Mal wählten wir die Variante über den Grenzsteig, einem Wanderweg entlang der deutsch-tschechischen Grenze, bis zum Drei-Wappen-Felsen.
Weiter ging es dann zum Kreuzfelsen, einem der markantesten Punkte des Gebirgszuges. Auf dem Felsen auf etwa 938 m steht ein Gipfelkreuz mit einer Jesus-Figur. 
Vom Kreuzfelsen wanderten wir auf dem Höhenzug weiter zum Reiseck, wo ein gläsernes Gipfelkreuz steht, das dem Andenken an die Glasmacher und Hüttenleute der Region gewidmet ist.
Danach machten wir noch einen Abstecher zum Tannenriegel, bevor wir uns wieder auf den Weg Richtung Berggasthof Gibacht machten.
Am Tannenriegel befindet sich der „Leuchtturm der Menschlichkeit“, ein steinerner Turm als Symbol der Völkerverständigung. Hier wurden Steine aus der ganzen Welt zusammengetragen, angeblich waren auch Steine vom Basislager des Mount Everest dabei.
Zurück am Bergasthof Gibacht konnten wir bei Kaffee und leckerem Kuchen die beiden Tage nochmal Revue passieren lassen.
Ein Wermutstropfen blieb jedoch, denn in einem Zeitraum von ca. 3 Wochen, war der Samstag der einzige verregnete Tag.

Getreu dem Motto „Bei schönem Wetter kann jeder wandern“ freuen wir uns schon auf die nächste Tour mit Thomas.

Text: Rainer Schick