Am Samstag, den 19. September, stand der Sportklettersteig Kaiser-Max an der Martinswand auf dem Programm. Die Martinswand liegt westlich von Innsbruck und beeindruckt mit ihrer markanten, steil abfallenden Felswand über dem Inntal. Der nach Kaiser Maximilian I. benannte Klettersteig bietet abwechslungsreiche und sportliche Kletterpassagen, ausgesetzte Stellen und immer wieder beeindruckende Tiefblicke.
Konzentriert und mit viel Spaß ging es durch die Wand. Dabei blieb natürlich auch genügend Zeit, die beeindruckende Landschaft zu genießen. Der Blick über das Inntal und auf die umliegenden Berge machte die Kletterei zu einem besonderen Erlebnis. Nach erfolgreicher Begehung war der erste Tourentag geschafft. Und nach dem besten Eis in ganz Innsbruck bei Tomaselli fuhren wir in unsere Unterkunft, die Jugendherberge.
Am Sonntag wartete mit dem Innsbrucker Klettersteig ein völlig anderer Charakter. Hoch über Innsbruck führt der Steig entlang der Nordkette über einen ausgesetzten Grat und verbindet mehrere Gipfel und Felstürme. Neben den gesicherten Kletterpassagen verlangten vor allem die langen Gratabschnitte Trittsicherheit und Konzentration. Den zweiten Teil absolvierten wir auch noch um bis zur Frau Hitt zu gehen.
Die außergewöhnlich klare Sicht machte diesen Tag zu einem besonderen Erlebnis. Der Blick reichte weit über den Alpenhauptkamm, gleichzeitig präsentierten sich die markanten Gipfel der Nördlichen Kalkalpen. Bei nahezu windstillen Verhältnissen konnten wir die Aussicht immer wieder in vollen Zügen genießen.
Nach zwei abwechslungsreichen Tagen mit Kletterei, ausgesetzten Passagen und grandiosen Bergpanoramen zogen wir ein durchweg positives Fazit: Zwei Klettersteige mit völlig unterschiedlichem Charakter, perfektes Bergwetter und eine tolle Kameradschaft – ein gelungenes gemeinsames Bergwochenende, das unbedingt nach einer Wiederholung verlangt.
Text: Thomas Rupprecht